The Red
Tracklisting
01. Intro by Schneider TM
02. When i'm bored
03. To the saints
04. Eugene
05. Where the raingods meet
06. Silver ego
07. I can't go home again
08. Sandy Lee
09. Speed
10. The impossible
11. Narcissus
12. Black tiger
13. Am i the object that i see
14. The gallery of human errors
Information
auch als Promo CD in Cardsleeve mit 8 von 13 Tracks
auch als CD Auflage mit Inlay Schriftzug Bandname|Albumtitel
anstatt RCAVictor Schriftzug sowie direkt bedrucktes Backcover
(oder Fehlpressung?)
Produktion
Produced & Mixed by Olaf Opal
Engineered by Olaf Opal & Dave Anderson
Recorded by Olaf Opal, David Vella & Dave Anderson
at Temple Studios Malta, Skyline Studio Düsseldorf &
Mohrmann Studios Bochum
Mastered by Kai Blankenberg & Wim Makkee
Track 10, 13 & 14 produced by Phillip Boa & David Vella
Mixed by Phillip Boa & David Vella at Temple Studios
Phillip Boa - Gesang, Gitarre, Keyboards
Julia Chard - Gesang
Tobias Kuhn - Gitarre, Bass
Roland Peil - Drums, Percussion
Gäste
Console - Electronic Arrangements, Keyboards
Sibylle Berg - Deutsche Stimme
David Vella - Synth., Keyboards, Drums
Dave Anderson - Piano, Mellotron
Schneider TM - Instruments on Intro
Presse
"... er klingt immer noch wie der alte, trotz Update von Console und Consorten. Weder die Arrangements von Console und Schneider TM, noch das Zusammenspiel mit Miles-Sänger Tobais Kuhn an Gitarre und Bass können den eigensinnigen Riesen aus der Bahn werfen.
The Red klingt schlichterdings nach Boa - vielleicht ein bisschen elektronischer, verfremdet hier und da. Aber spätestens beim Refrain haben sich die Songs erholt von ihrer Spezialbehandlung..."
Verkaufscharts
Platz 59
Presseinfo
"The most powerfully subversive pop I´ve heard for ages" (Mick Mercer, Melody Maker) "A sound unlike any other (…) At one moment The Voodoo Club will be weaving together chamber-music violins, proudly galloping percussion and a skimming, swaying bassline, the next they´ll carve out an entrancing haughty disco dub or take you to hell and back on the waves of voodoo drums, marimba and raging psychedelic guitar." (Andy Gill, NME)
Ganz druckfrisch sind sie nicht, die englischen Musikmagazine, aus denen diese Boa-Hymnen stammen. Sie datieren aus dem Jahr 1986 - dem Jahr, in dem "Philistrines" erschien. Ein Debüt, das im Mutterland des Pop gefeiert wurde und dem VoodooClub nicht nur vom Gang-Of-Four-Produzenten Gill das Lob als "second best band in Germany" eintrug. "Welche die beste war, habe ich nie rausbekommen," schmunzelt Boa heute rückblickend auf die 80er-Jahre. In diesem Jahrzehnt ist er in der Geschichte nicht unter "ästhetische Abgründe", sondern unter "emsige Gegenkultur" eingegangen. In bester Gesellschaft mit Keith LeBlanc, Laibach, Foetus, DAF und den Slits.
Rockpop ist aber auch Philip Boas Spannungsfeld. Er hat aber nie in eine stilistische Schublade gesteckt werden können (eine Einordnung hätte aber auch nie den Nagel auf den Kopf getroffen). Sein Interesse ist und bleibt - auch nach 15 Jahren im Musikgeschäft - Abstraktion und Experiment innerhalb des Pop-Formats zu verwirklichen. Elf Alben hat er bisher auf diesem schmalen Grat inszeniert: liebevoll und respektlos, schräg und schön, süß und sauer. Boa überzeugt durch ästhetische Gradlinigkeit und seine beharrliche Verweigerung Kompromisse zu machen. Bis jetzt.
Phillip Boa hat sein Konzept überdacht: "Ich komme jetzt in ein Alter, wo ich mich entscheiden muss, will ich weitermachen wie alle - als Abbild meiner selbst - oder lieber ganz aufhören?" Die Antwort kam aus Düsseldorf von seinem neuen Produzenten Olaf Opal: "Wir erfinden den alten Boa neu." Für das ebenso schlichte wie hochgesteckte (und erreichte) Ziel zusammen "ne geile Platte" zu machen, wurde das - ohnehin offene - Konzept des VoodooClubs komplett erneuert. Der neu erfundene Boa bleibt zwar dabei das, was er schon immer war nämlich Komponist und Texter. "Das Neue ist, dass ich zwar die Songs schreibe, sie aber von anderen interpretieren lasse." Und zwar in ganz unterschiedlichen Formen: klassisch mit Miles-Sänger Tobias Kuhn an Gitarre und Bass, elektronisch im Arrangement von Console und Schneider TM, mit stimmlichen Beiträgen von Pop-Autorin Sybille Berg und Boas neuer Gesangspartnerin, der Britin Julia Chard. Boas geliebte Praxis, seine Stücke zur kompletten Neubearbeitung freizugeben, hat er diesmal hauptsächlich in Bandformate getragen. So sind Turner, Kreidler, Stella und Notwist auf den Single-Auskopplungen zu hören.
Parallel zu seiner "Rückkehr" in den Kontext der neuen Pop-Avantgarde dieses Landes ist Boa auch aus seinem Malteser Exil zurückgekehrt und hat den rauen Charme seiner alten Ruhrgebiets-Heimat wiederentdeckt. Boa kehrt mit dem neuen Album "The Red" (das Cover zeigt ein Kunstwerk des vor kurzem verstorbenen britischen Abstraktionisten Victor Pasmore) zu seinen Wurzeln zurück. "The Red" ist politisch, die Widersprüche des Lebens, das Menschsein steht im Zentrum. Die Single "Eugene" ist der kraftvolle dynamische Vorbote auf das Werk, das durch seine Kompromisslosigkeit besticht. Neu klingt es, aber doch ist es immer wieder wie Phillip Boa.





