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She
by Jörg Marquardt (joerg@exhalfpopstar.de)
Erstmal allgemein: "She" enthält 12 Tracks, die unterschiedlicher kaum sein können. Da gibt es wahre Pop-Dance-Trance-Perlen wie "Deep in velvet", "Sleeper", "Bells of Sweetness" und "Sleeper". Dann - mitten zwischen den eben genannten "seichten" Stücken - reissen
"Animalize me", "And the wind cries mercy" oder "Cosmic Eyes" den Hörer aus den
Träumen. Da krachen und kreischen Gitarren, knallen die Drums und BOA's & PIA's Stimmen fetzen durch die Gehörgänge. Bei "1996" krachen Gitarren im Zusammenspiel mit einem heftig wummernden Techno-Beat (ebenfalls eine interessante Mischung). Doch damit nicht genug! Zwischen "Pop" & "Krach" gibt es noch eine dritte Art von Songs, die schwerer einzuordnen sind (wenn man es überhaupt will): "Juliette Grieco & the experimentalists", "Wert" oder
"Das Blut von Wien". Gerade die letztgenannten Titel erinnern stark an vergangene
BOA-Alben. Sowohl von der Interpretation, den aus "alten Zeiten" gewohnten Rythmuswechseln und den mystischen Songnamen. "She" ist kein Album, was sich beim erstmaligen Hören im Ohr festbeisst, man muss es sich erschließen. "SHE" ist ein grandioser Spagat zwischen der traditionellen Boaschen Sperrigkeit und dem Talent, hippe Musikarten im Boa-Stil aufzuarbeiten, ohne allzu offensichtlich auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Für mich persönlich ist "She" eines der besten BOA-Alben überhaupt (auch wenn ich damit zu einer Minderheit gehöre *gg*)!
