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Faking to blend in


by Susann Iwe

Das dichteste Konzert der FTBI-Tour Part II war aus dem Norden gesehen Lüneburg - also eine gute Stunde Fahrzeit in Kauf genommen - dazu das Sturmtief "Emma". Der Name ist Programm - allerdings wurde der Song aus dem neuen Album an diesem Abend leider nicht gespielt. Vom Parkplatz schnell in die trockene Garage gerettet und erstmal den Merch-Stand sowie die Timetable begutachtet. Boa fängt um halb zwölf an, okay. Also erstmal den Control-Film angesehen, der einen in die richtige Stimmungslage für die Band "Transmission" brachte. Nach der soliden Vorstellung der Vorband kam dann auch der Meister auf die Bühne. In den eher kleineren Clubs springt die Stimmung ja eher über, so auch hier in Lüneburg. Schade, dass Boa an diesem Abend eher wortkarg war("we are not talking much right now"). Aber die Show der Band war einmal mehr genial. Alle Facetten waren enthalten: Einheizer der schnelleren Art, druckvoll gespielt und zwischendrin immer wieder "langsame" Songs zum Erholen eingestreut. Finde die Mischung bei Tourkonzerten immer sehr gelungen - oftmals sind die Tourkonzert zu einem Album ja die einzige Möglichkeit, viele Songs live zu hören. Finde übrigens, dass Boa kleinere Festivals spielen sollte.


by Jane Bluhm

Von 2 auf 67 - Phillip sagte über "Faking to blend in": Das Album sollte man mehr als einmal und vor allem nicht nur nebenbei hören! Phillip Boa kommt nach Halle, endlich mein 1. Konzert von ihm naht. Bis jetzt kenne ich nicht viel von ihm, 2 Songs haben sich dennoch vor einigen Jahren in meinem Kopf gebrannt. Ich bin etwas aufgeregt als ich "Faking to blend in" das 1. Mal im Auto höre, nebenbei...... Das Album enttäuscht mich, wenige Tage noch bis zum Konzert! Es läuft ein 2. Mal beim Auto fahren, etwas besser, aber nicht viel. KONZERTSTART: Ich bin gespannt - GIRL IS A RUNNER Sofort reisst das Lied mich und meinen Körper mit, so bleibt es die ganze Zeit - Faking to blend in rockt! Ich stehe so ziemlich in der letzten Reihe, da ich noch vor den Zugaben gehen muss. Als es soweit ist, bin ich wütend und traurig, aber dennoch happy - "Faking to blend in" live war eben anders als nebenbei im Auto.... von 2 auf 18 Das kann doch nicht alles gewesen sein!? Ich will nochmal hin - möchte es ganz erleben! GLAUCHAU ca. Mitte stehend Genuß, Genuß, der Knaller: DIANA Im Vollrausch - tolles Konzert, laufen meine Freundin und ich zum Auto zurück und müssen feststellen, das wir komplett eingeparkt sind. Es vergeht einige Zeit, nichts passiert, ich lehne mich ans Auto, und schaue in den Himmel - "Oh mein Gott" rufe ich, eine Sternschnuppe, schnell Augen schliessen und etwas wünschen! Ja, ich möchte endlich heim, aber ich habe da gerade noch einen anderen Wunsch... Ich stehe zwischen Spinnerei und Wohngebiet, spreche alle an, die vom Konzert kommen, um die bösen Autofahrer ausfindig zu machen, als ich bemerke wie Phillip aus dem Hintereingang kommt und sich hinter einem Lieferwagen "versteckt". -Stille- Mein Kopf arbeitet - was kann ich tun? Hingehen und "Hallo" sagen? Ihn um ein Autogramm bitten? Ohje, ich habe ja nicht mal einen Stift dabei.... Am Liebsten würde ich laut sagen:" Mensch Phillip, versteck Dich doch bitte nicht"! Ich bin verzweifelt und unsicher, bleibe weiter stehen - bewegungsunfähig... Dann geht es schnell, Pia kommt raus und zusammen steigen sie ins Auto. Weg sind sie... Enttäuscht von der erfolglosen Suche nach dem Autofahrer, kommt meine Freundin wieder. Trotzdem ich auch heim will, lächle ich sie an und sage:" Mensch, ich wusste bis heute nicht, das Sternschnuppen Wünsche auch ganz schnell erfüllen... von 2 auf 36 Bei den legendären Weihnachtskonzerten in der Moritzbastei sind die Backstage-Bereiche offen...das wär schon toll... Leipzig, 5. Reihe, jedes Mal ein kleines Stück näher. Es herrscht tolle Stimmung, nun ist es auch keine Frage mehr - "Faking to blend in" hat Suchtpotenzial bekommen! Phillip sagt:" Ihr habt jetzt die Wahl, entweder wir spielen "On tuesdays i'm not young" oder "Drinking and belonging to the sea". Mutig rufe ich als Einzige in die Stille - DRINKING - dann nochmal -DRINKING- Phillip sagt "Ok" und startet. Wow ich bedanke mich innerlich bei ihm, denn das Lied ist eines meiner Favoriten vom Album. Konzertende - danke, war wieder spitze. 2 vom Voodooclub tummeln sich in den Fanmengen. Ich bin angespannt und aufgeregt. Wird er noch auftauchen ? Ein Fan aus dem Internet schrieb mir, das er einem auf den Weihnachtskonzerten " öfter über den Weg läuft und man sich toll mit ihm unterhalten kann". Ich stehe auf, gehe und denke "Blöde Tussi"... von 2 auf 49 "Was denn, hast Du immernoch nicht genug?" NEIN! FINAL Rudolstadt - längste Fahrt, aber tolle Location und Achtung: 2. Reihe, der Bonus, Bühne fast ebenerdig!!! Tolle Vorband, angenehmes Publikum... "Oh my Darling, oh my Darling, you are a parasite but i still love you", wow 2. Reihe, der Phillip knapp 2 Meter weg, bin sprachlos. Bei Speed geht die Post ab - Boa lässt mitsingen, die Stimmung könnte nicht besser sein. Ich flattere im Universum rum ( Rausch, Glücksgefühle ), selbst die doch noch aufgetauchten, aggressiven Banger interessieren mich nicht. Bei "Fine art in silver" wird es ernst und er kommt ganz nah an den Bühnenrand... Die 1. Berührung und der 1. Blickkontakt........ :) Vorm letzten Song sagt er :" Ich kann "Kill your Idols" nur singen, wenn ihr mich beschimpft!" Sie schreien:" Arschloch, Ficker...." Boa lächelt. Nur mein "Geile Sau" bleibt mir im Hals stecken... von 2 auf 67 Wie recht hatte er doch mit seiner Aussage über "Faking to blend in" Achja, ich liebe Sternschnuppen Einen Minuspunkt dafür, das "You hurt me" nicht live gespielt wurde, zu bedeutsam ??? Dies ist ein Tatsachenbericht! Könnte der Nächste von "67 auf 100" heissen ? Klar, den Weihnachtsmann gibts doch auch ;) Nein, mein Name ist nicht DIANA, auch nicht EMMA ! And now, I will SLEEP A LIFETIME, MY PARASITE.....


by Bastian Schlickeisen

Phillip Boa:: To Retire as a Singer:: Beyond:: Faking To Blend In. I was singing about dishwashers and Diana’s/with a resistible passion… Thinking about Phillip Boa and his music is somehow the same as thinking about the end. No one else other than Phillip Boa himself is repeatedly renewing the theme of interruption or cessation of a traditional model of (pop-) music. Therefore, he challenges the idea of a lineal course of life: In the structure of his music, in lyrics of songs and in interviewed statements. It is by now a standing idea that every new album could be at the same time the last one. It is difficult to find out the roots of this pattern and condition, besides there are many ways of inspection. The average listener does not know very much about the early life of this musician. Phillip Boa himself is dividing his own biography into two parts: The period of a boy (which he connects with unhappiness and harm) and the period of a singer and bandleader, which he combines with luck and bliss. That is it. The investigation into a psychoanalytical manner stops rapidly as Phillip Boa draws watchfully a curtain over this most recent part of his life. We know the music better. We hear the master of breaks inside of the melody. No radio station plays these songs mainly due to these interruptions. Nevertheless, it represents a small mind if one thinks Phillip Boa is implanting these cracks and crashes for this reason. In fact, it is for sure he would like his music to be played on the radio, but there is a drive in him to constantly think about the end. In other words, it is difficult for him to have mainstream success: My reports of a twisted moralist/are overlooked/by majorities/so what. Everybody knows about his self-declared destruction of his career after “Boaphenia” with the Voodoocult-project. We know how difficult it is for him to accept the melodies of “Container Love”. Simultaneously we experience this song in every given concert. We can hear stories about master tapes thrown into the river Ruhr… However, nobody starkly believes that there will be no new album of “Phillip Boa and the Voodooclub”. Though deep down there is always a longing for the end. The songs on “Faking to Blend In” are, so Phillip Boa, songs for eternity – songs that are not followed by others. He likes to speak disrespectfully about the “system”, the media-industry. It seems he does not like to merchandise himself or to be merchandised by the media market. The audience has never been up to its neck in this system so they do not know how to feel about it. This struggle between Phillip Boa and the system has lasted his entire musical career. Unlike Blixa Bargeld who is interested in the complex possibilities of the new media sensation. Phillip Boa is not interested in what this mass marketing offers – he does not need to have a public relationship with his identity. He shies away from the spotlight and does not crave to be on the top forty charts. Nevertheless, Phillip Boa is and in the same moment is not a public figure. He supports the system and he denies it coinstantaneous. He is a figure in the margin, an idea that is widely discussed in the post-modern philosophy and a flag of post-modern being at all. We remember the time when he stopped the concerts when people did not follow his request to cease taking photographs. Yet we know how much he likes to produce cool photographs. The system is not enough a good reason to cease to work, to cease to live. The system is not really endangering the music of Phillip Boa. The “problem” why he thinks relentlessly about the end is a deeper and more serious issue of he and his music. To cut the long and complex story short it is impossible not to speak about the function of art. Relating to Phillip Boa’s 20th anniversary, he spoke about the fact of fleeing from reality. He asks himself retrospectively: What have you for all intents and purposes done all the time, you have produced so much, the time is gone fast, always you took flight from reality, and he adds, you looked for something. You are working off this process while writing about it. Evidently, the case here is that the pattern of fleeing is a part of the process of making music. When you describe the function of art as a fleeing from reality, it is evident that it becomes an inner part of your production. Phillip Boa’s music reflects very deeply the inner constitution of modern art. When art loses its religious function because of individuals that have no bigger mind frame anymore, it is now holding all the problems that come up by this godless state of mind. We show up with our defects, but we stretch them. It counts more if one shows up with their defects than the nameless, ego-freed passion for universal breathing. So this is the thesis: Phillip Boa’s work is always a part of his breathing. The termination that is inscribed into his melodies wants to progress the intrinsic questioning of art as a whole. The thinking about and the expressing of the discontinuation is always yet a forward-thought. An unconscious sign for the continuation of Phillip Boa’s development as an artist or as whatever. By the way, he suggested he likes to do nothing at all. Art, like Phillip Boa’s seems to concede to be an addiction for a strange and weird life, and he adds, this is not implicitly well. Since addictions are storages too-- like modern art. They are repositories of things that want to be discovered and worked off. When the art is good it highlights its own potential and of its own need to overcome itself. The dropouts of Phillip Boa’s music are a hint for the positive crisis of post-modern art, where the art points out to the artist what to do next, from one style of being to another, perhaps to a radical “other”, where originality plays no role anymore. It would be great to hear a song of Phillip Boa that lasts 45 minutes. Where he is provoked to step over into the great, big melody of life and where he takes for serious the remarks that his own music inaugurate him. Then the age-old modern idea of self-repeating art is left and ART as a never seen kind of being comes on stage. It would be worth it to analyse the different sorts of disruptions in the songs and structures of Phillip Boa. There are many techniques developed over the years. In the beginning like in “I dedicate my soul to you” appears the militant hard break guided by the drums, but in a dialogue with bass and guitars. Later, like in “Punch and Judy Club”, the burst is taken back but perceptible. When Phillip Boa sings I’m a member of the 24-hour downloading people downloading from my head there is no instrument that stops playing. Only the rhythm structure change and refer the listener to the earlier pauses, remembering and labelling the roots and the characteristics of Phillip Boa’s style. The voice of the singer does not stop but goes softly over into a sprechgesang. The latest and fabulous breakout of a pattern is arranged in the song “Faking to Blend in”. The means of producing the breakage are now extended in a way that no traditional instrument leads the rest, but electronic loops do up to 2:45. In addition, there is another pause following the first. We can speak of a total black at 3:14. One of Phillip Boa’s biggest fears is to repeat him self. The total stop of the music in a song is something that we have approximately never heard before. The structure of a search for the burst in a song is familiar, but not the special phenomenon in the song “Faking to Blend in”. However, not all these considerations and research find a new central one-sided conclusion. In the future, we will see the consequences Phillip Boa is able to draw from his special condition. Is he just threatening us with the end of music? Will he do this until he is in the age of Lou Reed? Will he write his novel or will he just do nothing like Marcel Duchamp (-a painter who denied painting in the 1920’s). Or will he just try to breathe?


by Christine Tepper

Phillip Boa & the Voodooclub - Faking to blend in - eine CD-Rezention von tepperw
Boa´ s neustes Werk gefällt mir, ich höre die CD oft und gern im Wechsel mit anderen Boa- Platten. Sehr ruhige und außergewöhnliche Stücke sind drauf. Das Instrumentarium ist nicht überstrapaziert und wohl dosiert eingesetzt. Ich mag den Wechselgesang zwischen Phillip Boa und Pia Lund. Im Gegensatz zu den ersten Boa- Platten, wo Phillip und Pia in ihren jugendlichen Leichtsinn und Unbeschwertheit einfach drauf los gesungen haben (z. B.Child with the cathand), hört man hier eine ziemlich deutliche Verbesserung/ Weiterentwicklung, auch Reifung ihrer Stimmen. Das hört man in Queenday, You are a parasite but i love you und Faking to blend in. Wenn ich da selbst mitsinge, eher mitträllere, merke ich, wo bei mir die Grenzen sind, aber Boa und Pia singen locker ohne Brüche weiter. Geübt ist eben geübt. Es ist bestimmt nicht einfach Männer- und Frauenstimmen auf eine Ebene zu bringen, aber beide Stimmen passen sehr gut zusammen. Ich verstehe kein Englisch, deshalb gehe ich niemals beim Hören von jeglicher Musik nach den Texten, egal ob was Dummes oder Schlaues da gesungen wird. Im Allgemeinen nehme ich selten das Wörterbuch zur Hand, ich ärgere mich dann höchstens, wenn dann Unsinn dabei heraus kommt. Deutschsprachige Lieder mag ich nicht, weil ich mich immer fragen muss, warum erzählen die mir ihr Elend immer, es kann doch nicht immer alles so schlecht sein auf der Welt. Verstehe ich den Text nicht, weil er eben auf Englisch ist, merke ich es wenigstens nicht Ich mag keine Lieder, die mit ellenlangen Texten die Melodie erdrücken. Ich bin nun mal ein Melodie– getragener Mensch, und nur die muss in meinen Kopf eindringen, sonst nichts. Boa´ s Texte sind eigentlich längen mäßig kurz, und wenn nicht, fällt es mir nicht auf, weil das Drumherum stimmt. Ich frage mich manchmal, wie Boa darauf nur kommen konnte, solch einzigartige Perlen wie Faking to blend in, Emma, Queenday, Sleep a livetime und And then heaven will fall zu schreiben. Es gibt Millionen von Liedern auf der Welt und Boa ist mit über 250 (garantiert noch mehr) eigenen Stücken selbst daran beteiligt. Es muss doch mal irgendwann mal alles „gesungen“ sein, es können doch nicht ewig neue Melodien erfunden werden! Aber nein, mit jeder neuen Boa- Platte gibt es wieder was Neues und Spannendes zu hören. Locker aus dem Hemdsärmel zaubern Boa und Pia Lieder mit einer solchen Frische und Genialität, die es locker mit den Songs neuzeitlicher Bands aufnehmen können, wo die Musiker 20 Jahre jünger als Boa sind. Auf keine andere Musikveröffentlichung/ CD freue ich mich so sehr, als wie auf eine neue Boa- Platte. Schon die vielen wunderschönen Fotos von Olaf Heine vom Teneriffa- Fotoshooting mit Boa und Pia sind mehr als gelungen und ließen Großes vermuten.. Album und Single wurden gemeinsam veröffentlicht und das war auch gut so. Nach ca. 48 Minuten ist leider schon Schluss mit dem Sangesspaß und ich muss die Single auflegen. Die 4 Songs der Single hätten doch noch locker auf dem Album Platz gefunden, bilden ein Gesamtwerk, sie sollten auch unmittelbar nach der Haupt- CD gehört werden. Ob nun On thuesdays i´m not as young als das Lied der Wahl war für eine Single bezweifle ich; ich finde Emma und Queenday, aber auch das Faking to blend in als die stärksten Lieder der Platte. Selbst das flotte Girl is a runner geht ab wie Hexe und ich empfand es als positiv, das Lied als Opener zur FTBI- Tour zu nehmen.. Lilly and the century after im B52´s Stil hat es mir besonders angetan. Ich mag die B52´s und meine Tochter heißt Lilly, das hat genau gepasst. Einer Kollegin Enkelin heißt auch Lilly und die musste sich das sofort anhören, war nur ein wenig überfordert. Ehrlich gesagt, das Lilly- Lied habe ich zuerst hören müssen, meine Neugierde war einfach zu groß. Selbst Emma- Eltern können sich freuen, solch ein schönes Lied für ihr Kind zu haben.. Das melancholische Sleep a lifetime ist mir irgendwie unheimlich traurig, aber das beste Lied für meine Beerdigung, man weiß ja nie; das habe ich meinem Mann schon gesagt. Der melodische Anfang bei In todays parties passt auch sehr gut zum Lied. Aber nicht alle Lieder finden sofort bei mit Gehör, wie zum Bespiel: Collective dandyism.. You hurt me und How much can you swallow im 20ziger Jahre Charlsten - Stil bringen bei mir nur Achselzucken, keine Ahnung, was diese Lieder sollen, zu großes Durcheinander . Wie schon oft gesagt, erschließen sich manche Boa- Songs erst mit längeren Hören, durch die Live- Interpretation auf einem Boa- Konzert oder auch nie. Da diese Lieder auch nie live gespielt worden sind, werde ich mich nie mit ihnen anfreunden können. Ich bin einer der wenigen Boa- Fans, der Container Love absolut nicht mag, gäbe es nur dieses Lied, wäre ich niemals Boa- Fan geworden. Mein Mann kannte das Lied, hatte es auch auf Kassette, aber ich wollte damit auch nichts tun haben. Deshalb hat mich erst Ende 1992 die Sucht gepackt, als in einer Wunschsendung des MDR And then she kissed her gesendet wurde. Das Lied gefiel mir und das Video dazu auch. Und in der Bibliothek gab es Hair und Hispaniola als CD zum Ausleihen. Sofort auf Kassette überspielt und rauf und runter gehört, später die Helios- Kassette auf dem Trödelmarkt erstanden. Mein Gott, wie toll waren die Sachen da drauf. Mein 1. Konzert war im April 1993 in Erfurt zur Boaphenia- Tour. Von da an ist es wie eine Sucht zu einem Konzert zu kommen und schaffe es auch schon auf über 35 Boa- Konzis. Die Live- Konzerte liebe ich am meisten, da bekommen die Songs noch mal richtig Pfeffer hineingeblasen oder fallen mir gar erst so richtig auf. Alle, die mich kennen, nennen mich verrückt, wie kann man auch so viele Male zu einer Person/ Band auf´ s Konzert rennen. Ich hoffe es geht so weiter... Boa ist schon so lange im Musikgeschäft, stetig liefert er geile Platten ab, das muss ihm erst mal einer nachmachen!!! Es scheint ein langer Prozess menschlicher Reifung zu sein, der bei Boa eben mal so 22 Jahre andauert. Auch ich habe mich musikalisch weiterentwickelt. Ich war und bin immer noch Beatles- Fan, mochte im Besonderen die Stücke von John Lennon und auch John Lennon als Mensch. Er hat sich nie beirren lassen, seine Meinung konsequent gesagt, ob sie passte oder nicht und seine Sache durchgezogen, egal ob der Zeitpunkt gerade richtig war. Alles, was Lennon in die Hand nahm, machte er mit einer solchen Intensität, wobei ihn nur der Tod mit 40 Jahren bremsen konnte. Wenn Lennon noch leben würde, was würde er heute wohl für eine Musik machen? Hatte ich im frühen Jugendalter die Yeah/ I love you – Lieder sehr gemocht, gefällt mir doch in meinem höheren Alter das WEISSE ALBUM am besten. Man bedenke dabei, das es vor 40 Jahren geschrieben wurde und von Musikern, die noch nicht mal 30 Jahre alt waren. Phillip Boa ist sicher Charakter- mäßig ähnlich. Er macht, was er will, zankt sich mit seinen Plattenfirmen herum, was weiß ich, welche das gerade ist. Streitet sich mit Pia, nun ja, wenn er es braucht. Getrieben von seiner hyperaktiv- ruhelos und depressiven Art, niemals mit sich und der Welt zufrieden zu sein. Nur dadurch scheint neue und bessere Songs schreiben zu können. Nur eine an falscher Stelle angebrachte Kritik in manchen Musikzeitschriften wirft ihn aus der Bahn, ist sofort entmutigt, denkt ans Aufhören. Unsinn, auf nur 2 Meinungen zu hören. Auf uns Fans sollte er hören. Boa ist leider sein eigener Teufel, der ihn immer wieder aufhält, weiter an die musikalische Weltspitze zu gelangen. Ein Ex-half Popstar eben. Kann nicht Emma im Radio laufen? Ich habe mir mal vorgestellt Emma käme als Cha Cha Cha bei einem Tanzwettbewerb. Wäre doch geil. Man sieht Boa nicht im Fernsehen, wie vielleicht Kerner und Raab. Wenigstens der Musikredakteur von GZSZ hat Geschmack und flechtet ab und zu mal ein Liedchen ein. Hätten Boa, Pia samt Voodooclub nicht bei Raab´ s Songcontest für sein Bundesland Nordrhein/ Westfahlen auftreten können? Und über eine schicke Werbung für ein Auto, Jeansmarke, Reiseunternehmen oder ein Herrenduft mit einem seiner Lieder, ach was wären wir Fans stolz drauf zu sagen: das Lied von der Werbung mit ??? hat DER Phillip Boa geschrieben! Statt dessen bekommt Heidi Klum und ihr Seal den x-ten Werbevertrag und ich einen Wutanfall, das hätte der Boa doch auch locker machen können, so unansehlich ist der doch nicht. Seine Sturheit und sein Satz: „Niemals Werbung“ fallen ihm jetzt auf die Füße. Einerseits mag ich seine Geradlinigkeit, aber etwas mehr Medien- Präsens wäre gut für seine Bekanntheit. Gerne würde ich ihn auf einer Welt-Tournee und in riesigen Hallen und Stadien vor Tausenden von Fans sehen. Denn er und seine musikalischen Leistungen haben es verdient, entsprechend gewürdigt zu werden. Da wird zwar die Karte teurer und mit meiner 1. Reihe beim Konzert wird es wohl auch nichts werden. Jeder Fan kauft nur 1x seine Platten, mehr geht nicht, auf den Konzerten können wir uns auch nicht x fach- clonen. Da muss er sich schon selbst den Arsch aufreißen und Promotion für seine Platten machen. Ich stelle mir gerade vor, Boa liest das hier mit leicht grinsendem Gesicht, was er immer macht, wenn´ s ans Eingemachte geht und weiß selbst nicht was er hier drauf sagen soll. Ich sage nur in seinen eigenen Worten: SO WHAT! Muss er durch! Und zucke mit den Schultern.


by Roman Grenz

Dahin gehen, wo’s weh tut Phillip Boa feiert in Lüneburg mal wieder sein Comeback Es hat schon so etwas wie eine Tradition: Phillip Boa und sein Voodooclub veröffentlichen ein neues Album und spielen sodann in den Medienstädten und Fanhochburgen der Republik. Und dann, etwas später, gibt es einen Nachschlag. Da stehen Städte auf dem Tourneeplan, von denen mancher womöglich vorher gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Diesmal, ein gutes halbes Jahr nach Erscheinen von „Faking To Blend In“, Boas 15. Studioalbum, war es wieder einmal soweit. Und man kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Na gut, von Siegen hat man schon etwas gehört. Über 100.000 Einwohner hat’s hier. Immerhin. Und in dem nordrhein-westfälischen Städtchen wird, so liest man, das kleinste öffentlich zugängliche Beatles-Museum der Welt betrieben. Das ist doch schon mal etwas. Dass es im Landkreis Bautzen die Stadt Bischofswerda gibt, die es auf gut 12.000 Einwohner bringt und dass in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge (23.000 Einwohner) eine alte Brauerei zum Konzerthaus umgebaut wurde, ist demgegenüber durchaus eine verblüffende neue Erkenntnis. Phillip Boa, ganz Westfale und Bühnenarbeiter, geht dahin, wo’s weh tut. Wo die Clubs nur wenige hundert Zuschauer fassen und die technischen Bedingungen manchmal etwas bescheidener sind. Er ist sich nicht zu schade für die Provinz. Nicht für Flensburg, nicht für Glauchau und nicht für Rudolstadt. Das ist sein Ethos. Er leistet Überzeugungsarbeit an der Basis, macht das, was er machen will. Wie er es machen will. Boa nimmt nicht den vermeintlich bequemeren Weg über die Sofas der Talkshows, um sein Publikum zu erreichen. Das bringt ihm die Loyalität seiner Zuhörerschaft ein und beschränkt diese im gleichen Zuge zahlenmäßig auf den Kreis der „Eingeweihten“. Die müssen sich – ob beim Ticketkauf oder beim Mittagessen mit Kollegen – immer und immer wieder ein und denselben Satz anhören: „Was, den gibt’s auch noch?“. Der Streit darüber, ob das halt der Preis der Integrität ist oder ob der ehemalige halbe Popstar Boa seine Karriere bewusst fahrlässig gegen die Wand fährt und sich allzu kompromisslos in die Verweigerungshaltung begibt, ist unter seinen Anhängern längst in vollem Gange – und ihm selbst mutmaßlich völlig schnurz. Jetzt kam im Rahmen der Konzertreise über die Dörfer auch die alte Salzstadt Lüneburg mal wieder in den Genuss eines Konzertabends mit dem Voodooclub. Am 1. März, einem stürmischen Samstag – das Orkantief mit dem klangvollen Namen „Emma“ bringt den Verkehr auf einigen niedersächsischen Straßen und Bahnlinien zeitweise zum Erliegen –, findet hier der Gig statt, der, wie es jedenfalls jetzt ausschaut, den Abschluss der Touraktivitäten zu „Faking To Blend In“ bilden und das für Monate letzte Konzert des Voodoo-Orchesters sein soll. Und viele (vielleicht um die 800) sind gekommen in die alten, hohen Fabrikmauern der „Garage“ in einem öden Industriegebiet: die üblichen Verdächtigen – Pilger aus Leipzig, Potsdam und Coesfeld, von der Alster und vom Plöner See –, „gemäßigte“ Boa- oder einfach Musik-Fans aus Lüneburg und Region und die kampftrinkende Dorfjugend, die es tatsächlich fertigbringt, zwei Flaschen „Astra Rotlicht“ gleichzeitig zu inhalieren und dabei noch allerlei Derbes zu grölen. Die vom süßlichen Gestank von Wodka/Red Bull geschwängerte Luft lässt keinen Zweifel: Der Altersdurchschnitt vor der Bühne ist heute besonders niedrig. Phillip Boa, Pia Lund und der Club treten erst vor ihr Publikum, als die Uhr schon hart auf Mitternacht zugeht und das gar nicht mal so bunte Rahmenprogramm (Anton Corbijns „Control“, die solide Joy-Division-Coverband Transmission aus Birmingham und eine etwas blasse Vorstellung der Hamburger Gothic-Formation On The Floor) gelaufen ist. Und von den ersten Takten von „You Are A Parasite But I Love You“ an geht die Menge voll mit. Sie hat strenggenommen auch gar keine andere Wahl. Denn der Voodooclub ist frappierend perfekt eingespielt und setzt munter alles unter Strom. Der Mob unmittelbar vor der Bühne tut seine Pflicht. Vereinzelt flackern aggressive Rempeleien auf, alles in allem aber herrscht ausgelassene Partystimmung. Und zwar nicht nur bei Klassikern wie „Annie Flies The Lovebomber“, „This Is Michael“ oder „I Dedicate My Soul To You“ (letzteres widmet Boa jedem Einzelnen im Publikum). Nein, selbst ein erhabenes und sehnsuchtsvolles Kleinod wie „Sleep A Lifetime“ oder die sagenhaft stimmungsvolle B-Seite „And When Heaven Will Fall“ von der „On Tuesdays I’m Not As Young“-Single werden mit mehr als nur Wohlwollen aufgenommen. Die Improvisation „Sigh“ fehlt heute im Programm. Greatest Hits sind angesagt. „Albert“, „Fine Art In Silver“, „Bells Of Sweetness“ – all das spielt die Band derart knackig, dass man zu keinem Zeitpunkt daran denkt, wie oft man diese Lieder womöglich schon live gehört hat. Auch die süße Hasserklärung „All I Hate Is You“ von der allerersten Mini-LP „Most Boring World“ hat es von der Setlist der Weihnachtskonzerte ins Programm der Frühjahrstour geschafft. Die holde Pia Lund und der wild herumfuchtelnde Berserker Phillip Boa in Anzug und Schlips und Kragen schenken sich nichts in diesem Ping Pong der Anfeindungen. Carlo von Tiedemann hätte wohl gesagt: „Das geht horchlappenmäßug voll nach vorne los“. Und er hätte Recht gehabt. Die Liveumsetzung von „Faking To Blend In“ mit ihrem wüsten Mittelteil, der Velvet Undergropund würdig gewesen wäre, sorgt für hochgezogene Augenbrauen à la Mr. Spock und willenlos offenstehende Münder. „Speed“ schließlich bietet, kurz vor dem Zugabenteil, die perfekte Entsprechung von Inhalt und Form. Erst kurz vor Toresschluss findet Phillip Boa dann auch aus seiner Einsilbigkeit. Er lobt die „Garage“ und deren Betreiber und erzählt von einem früheren Konzert an selber Stelle, bei dem alle 20 Minuten der Strom ausgefallen sei, bevor er mit „Kill You Ideals“ ein Fanal setzt. Sein erklärtes Ziel, das Publikum möge nach seinen Konzerten abgekämpft, erschöpft und glücklich den Saal verlassen, hat Boa erreicht. Mal wieder. Er entlässt es in eine kalte Nacht und eine allzu ungewisse Zukunft. Und in der Tagespresse steht dann am Montag, Phillip Boa feiere zurzeit ein Comeback. Mal wieder.


by Thomas Naujokat

Bekenntnisse eines Hardcore Fans Ich gebe zu: Das letzte Mal auf einem Boa Konzert war ich vor 2 Jahren in Wuppertal. Und das als sog. Hardcore Fan. Zu den letzten Konzerten der Remastered Tour und der Faking to Blend in Tour I habe ich es jeweils wegen beruflichem Stress oder gebuchter Urlaube leider nicht geschafft. Ich habe mich total geärgert, aber als Surfer muss man auch seiner Sucht nachgehen, ähnlich wie der Boa-Sucht. Zugegebener Maßen hat mich die Boa Sucht in den letzten 2 Jahren in der Hinsicht etwas verlassen. Ich habe zwar regelmäßig die News und Gästebücher gelesen, aber wenig Boa gehört oder Artikel gelesen, was ich früher fast jeden Tag gemacht habe. Die fehlenden Konzerte fehlten mir als Zündfunke. Werde ich mich Boa langsam abwenden? Nein, keine Sorge! Als nun letztens das Konzert in Siegen anstand, habe ich mich gefreut, da dies von Köln relativ schnell zu erreichen ist. Endlich mal die neuen Stücke live hören und auch mal wieder die alten. Ich habe in der Halle einen alten Bekannten getroffen und den Stücken konzentriert zugehört. Da war es wieder das Gefühl! Ich habe mich innerlich gefreut wieder Fine art in Silver oder Michael zu hören, die ich früher, als ich öfter zu Konzerten gefahren bin, langsam nicht mehr hören konnte. Endlich auch mal wieder zwei Gitarrenkracher hintereinander (Albert und Annie). Nach dem Konzert bin ich grinsend auf der Autobahn gefahren. Innerlich zufrieden und in Erinnerungen schwelgend. Wieder zu Hause, vom Konzert angefixt, habe ich dann öfter mal wieder die alten Stücke rausgeholt, egal ob C90, Boaphenia oder My Private War. Letztens war ich auf einer Einweihungsparty und habe dem Gastgeber eine CD fertig zusammengestellt mit Songs von Editors, Maximo Park etc. und eben auch mit ca. 10 neuen Boa Tracks, weil er nur die alten Sachen kannte. Diese liefen dann auch tatsächlich auf der Party und ich meine Leute gesehen zu haben, die zum DJ gingen und wissen wollten wer das ist. Da stand ich wieder grinsend in der Ecke und war zufrieden. Boa aus dem Fokus zu verlieren, wird mir nie wieder passieren!!!


by Volker Altevogt

Boafied Fake that - break that - yeah. In morgendlicher Hysterie bahnen sich meine Moleküle einen Weg hin zu jener tonalen Asymetrie, genannt rundes silbernes Ding tonerzeugender Art. Verjüngt schaue ich am Dienstag in den Spiegel und stelle fest, dass die Frau hinter mir ein absoluter Kracher ist. Girl is a Runner - unruhig und rastlos formulierend in Worthülsen integriere ich mich in die Fake-Society. Zur See gehörend trinke ich den Ocean leer und atme den Wind der Vergangenheit. Emma, du bist und bleibst ein schreibender, klebender in Agonie verhafteter Parasit, der mich aushölt - doch ich liebe dich - immerwährend! Königin für eine Nacht - dies ist dein Tag - verletz mich! Schlafe dann lebenslang und sammel Gutscheine im Kollektiv Dandyism. Saug Baby saug und hör nicht auf. Saug bis du platzt, du Parasit!? Sehe Saturday night in leisen Schemen laut durch die Stille der Nacht voranschreiten und überlege im Gestern über das Morgen und die letzte Nacht mit Emma. Wann ist genug endlich genug! Vollständig angepasst verfalle ich dem Charme des Rohlings und sinke Boafied ins Jetzt. Keep faking to burn out soon! Die Zukunft ist ein Analphabeth und schmeckt fade!


by Timo Gerdes

Na, was soll ich sagen, womit beginnen. Boa veröffentlicht seine Tourdaten und schon wird wie wild in den Kalender und Atlanten gesucht, kann ich? Ist das weit? Wo ist der Ort...? Über das Gästebuch und die Konzerte entstanden Freundschaften, die kleine Familie trifft sich z.b. in Rudolstadt um dann in die Lüneburger Heide zu fahren;) Oder Jemand kommt auf die geniale Idee, am 14.02. bei 0 Grad vor der Show zu grillen. Eine Idee, so beknallt wie genial. Den Schnupfen hab ich immer noch... Ja, sogar ganze Hotels werden ausgebucht von uns. Es geht nicht nur um die Konzerte an sich, das ganze Drumherum gibt einfach ein geiles Gefühl, 3 Tage Weihnachten mit den nettesten Leuten, zusammen in den Zoo, danach rocken und trinken... Sehe gerade "Zusammen ist man weniger allein", und genauso ist es. Danke Boa & Band, und Danke an alle, die ich dabei kennengelernt habe. Besonders meine Freundin, kennengelernt 06 in der MB;)


by Lady Sigh

ELEGY … - a strange day in march. the tour is over. some days now. but it feels like years ago … . midday. as so often before, i go to my beloved place on the waterfront, sit down on the bench, DOWN AT THE RAILS … . today, the weather is unsettled; so it’s a lonely place, no people here *yeah* and – while listening to my mp3-player – i can let my mind wander. the weather reflecting my soul: undecided. heaven can’t decide whether to cry or to laugh. it’s sort of weird: drizzle and sun at the same time. some parts of heaven are filled with big dark clouds and other parts: perfect blue sky, full of warming sunrays. and my soul? unsettled, too. doesn’t know whether to be happy about all the great moments of the FTBI tour or whether to cry about perishability and about the painful longing … . i sit here, watching the moody weather and DREAMING MY WAY. and as the weather changes from one minute to the next, my heart changes accordingly … . emotional rollercoaster.

the water sparkles. i see a stage rising out of the water. and – i see you and your fucking great band, playing as if you live only to play … . i reminisce about the past brilliant concerts … . oh, what a wistful feeling! I’m LONGING, LONGING, LONGING … . FTBI – my mind mainly associates it with romance, tragedy, melancholy … .

oh, how i love it! this music is my blazing passion and i’m LONGING, LONGING, LONGING for these concerts and all the emotions that take possession of me. i miss the excitement and the nervousness which come over me already days and some weeks before the concerts and which – when at long last the day is come – soon seem to be shoreless. which destroy every straight thought. which disable me to have longer and not superficial conversations, because in my head already runs another film … . the road to salvation is very, very long and seems to be endless: i still have to survive the support band and the reorganisation of the stage – I’m nervous as hell, I’m at the end of my tether, can’t stand it a second longer … . and finally – the first seconds of “girl is a runner” resp. “parasite” and the hope of cure will no longer remain a dream!!!! in next to no time: enjoying, enjoying, enjoying. every tautness is gone. every track of time is gone. every thought is gone. i feel the music. i live the music. i get carried away with my music … . i’m totally on my own. i fall in trance ... . suddenly: silence. i’m stunned and dazed. slowly, my indescribable imaginary world fades away ... . i’m high, over the moon. thoughtless and grinning like a cheshire cat, i savour these feelings and emotions to the full. these feelings and emotions only these concerts can give me ... . these feelings and emotions which force me to go and to experience almost every concert. these feelings and emotions that never loose intensity – while not giving a damn about the numbers of concerts I already could experience … . every time the same. after the concerts, it always takes time to come down and to realize that there is folks around me … . i feel the deepest gratefulness one can have – and a new longing comes up and i can’t await the next trip to heaven … .

heaven? I’m aware of “heaven will fall” in my ears … . i listen to it four times in a row … and remember “sigh”… . “sigh” … . beloved “sigh” … . my personal highlight, the “crowning” of FTBI. i nearly fainted during the concert, because i was so surprised. there is something special about “sigh” … . it differs from all the other great songs. maybe due to unknown clarity of the lyrics? can’t couch it … . for me, “sigh” is the embodiment of romance, tragedy, melancholy … . i have already read it a thousand times and every time it touches me in a special way.

the sky above me starts drizzling. DOWN AT THE RAILS I’M WAITING FOR YOU, waiting that the stage comes out of the water in reality, and not only in my daydreams, waiting that you will enchant me with your marvellous sound. BUT YOU PLAY COLD … . tears RUNNING DOWN MY CHEEKS … . these memories make my heart ache … . your music always touches the deepest of my soul and i feel endless and never ending love for it. “sigh” took the nearly last free piece of my heart. this wonderful song, unfortunately played only once … . oh, i’m so addicted to your music. but why? i have never loved something more than this music and i probably never will. this music is my life and i feel: it always will be. please, tell me, how can i cease to love it? what has to happen that i’m able to cease? i can’t no longer bear this feeling and burst into tears … . someone with an umbrella passes me. he looks at me and i feel his uncertainty: does she cry or is it the rain running down her face? a stormy wind comes up. it’s getting colder. and my feelings change from one second to the next, too: i simmer with RAGE! YOU HURT ME! RAGE! YOU HURT ME. NOTHING HURTS ME SO MUCH. at that moment, i hate you. i suffer and i hate you. i feel like a puppet on a string and you pull the strings … . your power is enormous. your songs rule my heart, my thoughts and my dreams … . and now, from the deepest of my heart, i feel: ALL I HATE IS YOU. tell me, are you aware of the power your wonderful songs have and the emotions they evoke? tell me, do you enjoy this? do you make fun of people feeling in this way? do you mock your victims? do you sneer at them? i hear your sneering laughter: HA HA HA HA HA HA … . tell me: how can i ever cease to love your music to such an extent? RAGE! endless RAGE. and HATRED … . for a moment, i wished i would never have listened to even one of your songs. and i wished none of your lyrics would have impressed me in the way they do. and i beg you: put me out of my misery! get out of my mind and out of my life! you demon thing, you holy beast, leave me! leave me and go away! somehow i am full of rage and hatred, but i feel: there is NO RESCUE … . much as i want: my own will is gone to ashes … .

my inner clock wakes me; time to go. the sun is shining again. i take a deep breath and - still a bit lost in thoughts - return to reality and to my beloved workplace. with the usual friendly smile … . i’m really fine. and still in love. FAKING TO BLEND IN.

DEMOLISHED; but … .

could i ever cease to love your music?
never ever would i
and when heaven will fall

I THANK YOU VERY MUCH. SO MUCH. And much more … . for your lyrics, for your music, and for being the zest of my life … .


end of stories.

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