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God
God
Obwohl Waldemar Sorychta bereits im Sommer '93 als Live-Gitarrist für Ted Chau eingesprungen war, hatte er keine Zeit, um den Voodooclub bei neuen Aufnahmen zu unterstützen. Die Studiogitarristen für God waren daher einmal mehr Freunde der Band: Matthias Gülicher und Chris van Helsing, die beide bereits etliche musikalische Beiträge beim Voodooclub abgeliefert hatten. Die neue Voodooclub-Platte beinhaltet ein hohes Maß an Romantik, ist sehr viel verspielter als der Vorgänger Boaphenia , welcher vor allem durch temporeiche Dynamik und schräge Gitarren bestach. "Pia ist sehr prominent auf God , weil ihre Stimme geradezu dafür geschaffen ist, eine zarte und romantische Stimmung einzufangen" erzählt Phillip. "Ein anderer Einfluß ist die Hinzunahme von Blaine Reininger (Ex-Tuxedomoon), eines Menschen, der sein ganzes Leben der Musik geopfert hat, um mit seiner traurigen Geige eine gewisse Tiefe und Melancholie zu bekommen.
Auch sind die Texte von God vielleicht die persönlichsten, die ich je geschrieben habe. Lauter kleine Geschichten, die aus Gefühlen, Empfindungen und Gedanken entstanden sind. 93/94 war ein bißchen die Zeit der inneren Zerrissenheit. Mein Privatleben war alles andere als im Lot. Begeisterung und Verwirrung, Freiheit und Zerstörung, Glück und Unglück - das liegt immer alles sehr nah beieinander. Ein Ausgleich für mich war sicherlich die ganze Geschichte mit den beiden verschiedenen Platten, aber man spürt diese Gefühle eben auch bis in die einzelnen Texte hinein."
Mothballs
findet Boa, sei einer der besten Songs, die er je geschrieben habe, eine perfekte Einheit von Text und Musik, das was deutschen Musikern immer wieder sehr schwer fällt. Der Text, der an den Spruch im Innencover der Hispañola
erinnert, handelt "von dem Gefühl, was man in alten Städten, speziell Hafenstädten erlebt. Es ist sehr Valetta- und St. Malo-beeinflußt, wie es dort riecht, was man dort sieht."
Wie bei den vorangegangenen Alben gibt es auch von God
eine limitierte Erstauflage, die zwei Zusatzstücke enthält, Landlords Of Glimmer
und Patricia
, einen dadurch leider völlig unterbewerteten Titel, der nur auf dem "Zillo Jubiläums"-Sampler noch einmal auftaucht (Ende '94).



